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Ratgeber

Aufträge für Malerbetriebe gewinnen: 7 Wege, die heute funktionieren.

Empfehlungen allein füllen keine Auftragsbücher mehr. Welche Wege heute wirklich neue Kunden bringen und wo Malerbetriebe Geld verbrennen.

Lesezeit ca. 7 Minuten

Fast jeder Malerbetrieb kennt das Muster: Im Frühjahr und Sommer ist mehr zu tun, als die Teams schaffen. Im Winter wird es dünn. Und dazwischen hängt alles davon ab, ob gerade jemand deinen Namen weitergibt. Dieser Beitrag zeigt, welche Wege heute zuverlässig Aufträge bringen und wie du sie kombinierst.

Warum Empfehlungen nicht mehr reichen

Empfehlungen sind die besten Aufträge, die es gibt: Der Kunde vertraut dir schon, bevor du das erste Mal vor Ort warst. Das Problem ist nicht die Qualität, sondern die Menge. Du kannst nicht steuern, wann eine Empfehlung kommt, welches Gewerk sie betrifft und ob sie in eine Woche fällt, in der deine Teams ohnehin ausgelastet sind.

Dazu kommt: Hausbesitzer suchen heute anders. Wer eine Fassade oder ein Bad plant, fragt nicht mehr nur den Nachbarn, sondern schaut auf Google, Instagram und Facebook. Wer dort nicht sichtbar ist, existiert für viele Kunden nicht.

1. Google Unternehmensprofil pflegen

Das kostenlose Google Unternehmensprofil ist für viele Malerbetriebe die wichtigste Anlaufstelle. Wer nach einem Maler in seiner Stadt sucht, sieht zuerst die Karte mit Bewertungen. Pflege Fotos von echten Projekten, beantworte Bewertungen und bitte zufriedene Kunden nach der Abnahme aktiv um eine Rezension. Das kostet nichts außer Disziplin.

2. Eine Website, die Anfragen erzeugt

Viele Handwerker-Websites sind digitale Visitenkarten: Firmengeschichte, Leistungsliste, Kontaktformular. Eine Website, die Aufträge bringt, zeigt konkrete Projekte mit Vorher-Nachher-Bildern, nennt die Gewerke, mit denen du Geld verdienst, und macht die Anfrage so einfach wie möglich. Ein Anruf-Button, der auf dem Handy sofort funktioniert, bringt oft mehr als jedes Formular.

3. Bezahlte Werbung auf Facebook und Instagram

Der größte Unterschied zu allen anderen Wegen: Mit bezahlter Werbung wartest du nicht, bis jemand sucht. Du zeigst deine Anzeige gezielt Hausbesitzern in deinem Einzugsgebiet und löst den Wunsch aus, bevor der Kunde drei Angebote vergleicht. Das funktioniert besonders gut für Projekte mit hohem Auftragswert, etwa Fassaden, fugenlose Bäder oder hochwertige Innenarbeiten.

Wichtig ist die Botschaft. Eine Anzeige für Malerarbeiten aller Art zieht Preisvergleicher an. Eine Anzeige für ein konkretes Projekt spricht Menschen an, die genau dieses Projekt planen. Wie das im Detail funktioniert, erklären wir im Beitrag Facebook Werbung für Handwerker.

4. Bewertungen als Verkaufsargument

Bewertungen entscheiden heute mit, wer den Auftrag bekommt. Sammle sie systematisch: nach jeder Abnahme eine kurze Nachricht mit direktem Link. Nutze die besten Zitate auf deiner Website, in Angeboten und in Anzeigen. Ein echter Satz eines Kunden überzeugt mehr als jedes Werbeversprechen.

5. Handwerkerportale mit Bedacht nutzen

Portale wie MyHammer oder Check24 liefern Anfragen, aber du teilst sie mit mehreren Betrieben und verhandelst fast immer über den Preis. Für kleinere Aufträge oder zur Überbrückung kann das sinnvoll sein. Als Hauptquelle für hochwertige Projekte taugen Portale selten. Warum das so ist und was die Alternative ist, liest du unter MyHammer Alternative für Malerbetriebe.

6. Partnerschaften mit Architekten, Hausverwaltungen und Bauunternehmen

Wer regelmäßig Objekte betreut oder baut, braucht regelmäßig einen Maler. Solche Partnerschaften entstehen nicht über Nacht, bringen aber planbare Grundauslastung. Ein persönlicher Besuch mit Referenzmappe wirkt hier mehr als jede E-Mail.

7. Bestandskunden reaktivieren

Wer vor fünf Jahren die Fassade hat streichen lassen, denkt vielleicht gerade über das Bad nach. Eine kurze Nachricht an alte Kunden mit einem konkreten Angebot für die aktuelle Saison ist der günstigste Weg zu neuen Aufträgen.

Welche Kombination für deinen Betrieb passt

Kein einzelner Weg ersetzt alle anderen. Sinnvoll ist eine Basis aus Google Unternehmensprofil, Bewertungen und einer klaren Website. Darauf setzt bezahlte Werbung auf, wenn du die Menge und die Art der Anfragen aktiv steuern willst. Die entscheidende Frage lautet: Welche Projekte willst du in den nächsten zwölf Monaten mehr machen? Genau dafür sollte deine Sichtbarkeit gebaut sein.

  • Sofort und kostenlos: Google Unternehmensprofil, Bewertungen, Bestandskunden anschreiben.
  • Mittelfristig: Website auf Anfragen ausrichten, Partnerschaften aufbauen.
  • Aktiv steuerbar: Bezahlte Werbung auf Facebook und Instagram für konkrete Gewerke.

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